Grindelwald for excellence

Grindelwald for excellence


Willkommen auf der privaten und unabhängigen Plattform von Manfred Braun zur touristischen Entwicklung von Grindelwald und der Jungfrau Region.


10-Tagesprognose: Temperatur - Niederschlag

Sommerabo:

Jetzt das Sommerabo Jungfrauregion (leider ohne Schilthornbahn, Grindelwaldbus, Pfingsteggbahn und Sulwald-Bahn) lösen. Auf ein attraktives Jahresabo wartet man weiterhin in der Jungfrauregion. Vielleicht ändert sich das mit Einführung des Swiss-Pass, wo die JB evt. als Pilotunternehmen teilnimmt.



NEWS AUS GRINDELWALD

  • V-Bahn-Projekt: Super von BZ Journalist Jürg Steiner, dass er sich getraut, den laufenden Nervenkrieg in der Jungfrauregion in vielen Details und sehr neutral darzustellen. Nur soviel: So cool auf den von Adi Bohren servierten Schweinskopf hat Urs Kessler nur nach aussen regiert. Später am Telefon ging es dann anders zur Sache. Hier gehts zum Artikel. Weitere Hintergründe zur Bergschaft Wärgistal wie sie so noch niemand in der Zeitung haben wollte finden Sie weiter unten.
  • Skyline Walk auf Birg und darunter der Thrill Walk, auf dem Schilthorn der 007 Walk of Fame, der Royal Walk am Männlichen und demnächst gbit es auch noch rund um die First den Cliff Walk. Mit guten Ideen versuchen die Touristiker die Gipfelregionen ihrer Seilbahnen attraktiver zu gestalten. 
  • Die Realisierung einer MTB-Downhill-Strecke von der Grütschalp hinunter nach Lauterbrunnen rückt näher.
  • An jedem Wintersporttag in der Saison 2014/15 machte die JB CHF 67'000 Verlust. So Urs Kessler an der KMU-Versammlung. Eine Zahl die zu Denken gibt. Dass so etwas nicht auf die Dauer weitergehen kann, sollte allen klar sein.
  • "Frère rouge von Grindelwald"
    ist drauf und dran mit seinen Aktion vollends auf die Nase zu fallen. Siehe Artikel im Berner Oberländer und die Weiterziehnung ans Verwaltungsgericht (Jungfrauzeitung), wo er wie erwartet abermals verloren hat - siehe Artikel in der Jungfrauzeitung. Auch mit seinen Klagen gegen JB-CEO Kessler und gegen den Anwalt der Gde. Grindelwald ist er gescheitert. Schlussendlich muss sogar teilweise der Steuerzahler für seine aussichtslosen Unterfangen aufkommen. Peter Roth will mit diesen Peinlichkeiten nun tatsächlich das Bundesgericht bemühen. Das Bundesgericht hat es abgelehnt, dass die Weiterziehung von Roth's Beschwerde aufschiebende Wirkung erhält. Trotzdem bleiben die hängigen Einsprachen und weitere Abklärungen bis zum Urteil des Bundesgerichts blockiert. Siehe Artikel im Berner Oberländer.

  • V-Bahn Projekt: Aufgrund rechtlicher Pendenzen verschiebt die Bergschaft Wärgistal die erneute Abstimmung von Ende Juni 2015 auf unbestimmte Zeit. Es geht um Anpassungen im Reglement der Bergschaft im Bereich der Kuhrechte. Man will Kuhrechte von Weiden die nicht mehr benutzbar (verschüttet) sind aufheben. Ausserdem soll wenn ein Mitglied bei der Abstimmung in den Ausstand tritt seine Stimme nicht mehr zählen. Damit sind verständlicherweise nicht alle Mitglieder einverstanden und wollen dagegen alle rechtlich möglichen Schritte einleiten. Der mögliche Weg bis zum Bundesgericht könnte lange dauern, erfahrungsgemäss mehrere Jahre. Sollte die Strategie der Gegner des V-Bahn-Projekts somit das Spiel auf Zeit und auf Zermürbung auslaufen, dann sind sie angesichts dieser Entwicklung im Vorteil. Wer schlussendlich den längeren Schnauf hat, wird sich zeigen. Die lange Zeit der Ungewissheit wird allerdings die bereits tiefen Gräben im Dorf noch weiter anwachsen lassen. Das wird auch die Situation für Investoren (Stichwort Regina) zusätzlich negativ beeinflussen. Profitieren werden dafür die Medien und Juristen.
  • Derweil haben sich die Gegner des V-Bahn-Projekts an Medien wie den "Beobachter" gewandt und berichtet, dass sie wegen ihrer Haltung von der JB schikaniert würden. Die BZ hat darüber berichtet.
  • Die Konzession der GGM läuft offiziell Ende Januar 2016 aus. Die GGM ersucht je nach Entwicklung des V-Bahn-Projekt das BAV um eine Verlängerung der Konzession. Die GGM bekannt, dass eine Nichtrealisierung des V-Projekts das Ende der GGM bedeuten würde. Ich werte dieses alternativlose Agieren jedoch als reine Taktik. Es wäre eine miserable Managementleistung der GGM sich dermassen in die Enge treiben zu lassen.

  • Während die Jungfrauregion weiter diskutiert zieht Zermatt davon
    Die Zermatter gaben bekannt, parallel zur Luftseilbahn TrockenerSteg-KleinMatterhorn bis 2019 eine neue 3S Gondelbahn zu bauen. Damit legen sie die Grundlage zum Nachfolgeprojekt der Verbindung KleinMatterhorn-TestaGrigia. Mit diesen 2 neuen Bahnen werden die Walliser Touristiker den wohl spektakulärsten Alpenübergang realisieren und verbinden Zermatt direkt mit Cervinia. Für einen Teil der int. Touristen führt in Zukunft der Weg von der Schweiz nach Italien übers Klein Matterhorn, was natürlich auch umgekehrt funktioniert. Mit diesem Angebot erhalten die beiden Stationen Zermatt und Cervinia gegenüber anderen Anbietern mit Gletschererlebnis wie z.B. die Jungfraubahnen einen enormen Vorteil. Global betrachtet wird die Schweiz in der Summe an Attraktivität gewinnen. Wenn es den Zermattern gelingt, diesen neuen Alpenübergang vor allem in Asien erfolgreich zu vermarkten, wird dies zu einem Teil auf Kosten der JB geschehen auch wenn das im Moment noch unvorstellbar ist. Anderseits gibts bereits eine solche Verbindung zwischen Chamonix (F) und Coumayeur (I), die aber kaum bekannt ist. Trotzdem ist es jetzt noch wichtiger, dass es vorwärts geht mit dem V-Bahn-Projekt der JB.
Der passende Leserkommentar von Urs Hauser in der Jungfrauzeitung.

  • Parkhaus V-Bahn nur noch 9 m hoch! Aufgrund der Einsprachen wird mit einem zusätzlichen Untergeschoss die Gebäudehöhe des Parkhauses um 2.8 m reduziert. Für die Umgebung ist das sicher ein Vorteil. Die Höhe der Talstationen bleibt hingeben unverändert, die nun halt etwas mehr aus dem Konzept ragen. Artikel in der Jungfrauzeitung.

Ich wage mal zu behaupten dass ohne das Engagement der mittlerweile schweizweit bekannten Gebrüder "Rouge" aus Grindelwald die Zweitwohnungsinitiative nicht angenommen worden wäre. Sie brachten genau im richtigen Zeitpunkt die passende Story aus Grindelwald, womit sich viele stimmberechtigte Schweizerinnen und Schweizer identifizieren konnten und ein JA einlegten. Roth's sorgten für den berühmten entscheidenden Tropfen und verfolgten dabei lediglich eine persönliche Fehde zwischen ihnen und der Gemeinde Grindelwald. Mit der EWAP-Story gingen sie durch alle Instanzen und bekamen schlussendlich Recht am Bundesgericht. Dahinter liegt eine Geschichte, die auch jetzt mit der Jungfraubahn wieder eine Rolle spielt. Roth's gehört ein Landstück vis-à-vis der Männlichenbahn. Die Gemeinde Grindelwald hatte mal zuviel Bauland und entschied u.a. das Bauland der Gebrüder Roth auszuzonen. Wie die meisten Leute hätten sich Roth's durch den Verkauf ihres Landstücks zum Baulandpreis finanziell in eine komfortable Situation bringen können. Der Entscheid der Gemeinde - ich kenne die Kriterien nicht - zerstörte die Aussicht auf den grossen Gewinn. Seit damals haben die Gebrüder Roth mit der Gemeinde Grindelwald eine Rechnung offen. Im Zusammenhang mit den Jungfraubahnen und einem der beiden Brüder gäbe es noch eine andere Story, die wohl beim jetzigen Konflikt auch noch eine Rolle spielt. Ich vermute dass Peter Roth in der aktuellen Angelegenheit von den Exponenten der Gegnerschaft des V-Bahn-Projekts erfolgreich vor den Karren gespannt werden konnte. Entweder hat er nichts zu verlieren oder er ist sich nicht bewusst auf was er sich da eingelassen hat. Wenn es der Gegnerschaft primär darum geht, das Projekt mit allen erdenklichen Möglichkeiten in die Länge zu ziehen, wäre es sinnlos eine vorzeitige Einigung via Mediation zu finden. Für Roth könnte es bedeuten, dass er diesmal vor Bundesgericht keinen Erfolg hat und sogar noch mit einer Strafe rechnen muss. Für die Jungfraubahnen und vor allem für die GGM würde der Rechtsweg durch alle Instanzen auf jeden Fall eine massive Verzögerung des V-Bahn-Projekts zur Folge haben. Die Konzession der GGM läuft Ende Januar 2016 ab. Unter Einhaltung gewisser Regeln des BAV kann die bestehende Konzession der alten GGM noch für ein paar Jahre verlängert werden.

  • An der denkwürdigen Gemeindeversammlung vom 24.10.2014 haben die Stimmbürger von Grindelwald mit 71 % JA fürs Projekt V-Bahn gestimmt. Das ist ein klares Zeichen, dass eine überwiegende Mehrheit das Grossprojekt als Ganzes befürworten. Nach Grindelwald hat auch Lauterbrunnen JA zur V-Bahn gesagt. Bis zum ersten Spatenstich werden jedoch noch viele Monate vergehen. Ab jetzt geht es um Nachverhandlungen mit der Bergschaft Wärgistal um eine einvernehmliche Lösung anzustreben.

Spricht man mit den Leuten überwiegt die Freude wenn es mit der V-Bahn vorwärts geht. Trotzdem ist man der Meinung, dass das Verkehrsproblem der erhofften Touristenmassen noch überhaupt nicht gelöst ist. Es gilt jetzt aufzuzeigen, wie man von Anfang an sicherstellen will, dass das Tal nicht regelmässig an den Wochenenden einen Verkehrskollaps melden muss. 






Holen Sie sich hier die Version 2.0 meines Leserkommentars mit zusätzlichen Grafiken.

Geschätzte Kosten der 12 Massnahmen: 15 - 20 Mio CHF
Abbildung des Hiendertelti (by GoogleErde)






  • Auf First gibt's wieder eine Halfpipe - die JB zieht momentan alle Register

  • Bei der ganzen Planung rund um die V-Bahn fehlt m.E. in Anbetracht des erhofften Zusatzvolumens an Gästen eine Optimierung der Kantonsstrasse von und nach Grindelwald. Mit dem Bau der Umfahrung Wilderswil soll je nach Finanzlage des Kantons ca. 2018 begonnen werden. Die BOB wird zurzeit ausgebaut (neuer Tunnel). Wenn später sogar der Viertelstunden-Taktplan eingeführt wird, kann man sich vorstellen mit welchen Wartezeiten der Strassenverkehr an den Bahnübergängen zu rechnen hat. Ich sähe dafür folgende Lösungsansätze:

    Die beiden Bahnübergänge in Zweilütschinen und die Einbindung in die Kantonsstrasse von/nach Wilderswil könnten gemäss Abbildung mit einer neuen Strasse (Tunnel und 2 Brücken) umfahren werden. Die Abzweigung ins Lauterbrunnental sollte aus Kostengründen unverändert bleiben, da hier der Verkehr kaum zunehmen wird.  


  • Burglauenen könnte mit einer neuen 160 m langen Unterführung massiv entlastet werden. Die Kantonsstrasse wäre vom BOB-Bahnübergang und von den längeren Wartezeiten der BOB-Station befreit. Die Sicherheit und die Wohnqualität vis-à-vis der BOB-Station würden stark aufgewertet. Diese Unterführung der Kantonsstrasse wäre im Gegensatz zu einem viel längeren Umfahrungstunnel geologisch und kostenmässig sicher viel eher realisierbar. Dafür müsste für die Burglauener die alte Strasse etwas ausgebaut werden, da sie wegen der Unterführung vermehrt befahren wird.

  • Diese Massnahmen gelten auch als Voraussetzung den durch die V-Bahn entstehenden Konkurrenzvorteil nicht wieder beim Verkehr zu verspielen. Fazit: Man kann das V-Projekt nicht durchziehen ohne die Kantonsstrasse ans massiv höhere Besuchervolumen anzupassen. Dass die Besucher ihr Fahrzeug in Interlaken stehen lassen und auf die BOB umsteigen sollen, tönt eigentlich noch gut. In der Realität ist es für die Autofahrer eher umständlich. Man weiss auch dass Orte die per Auto gut erreichbar sind, grundsätzlich immer die besseren Karten haben. Siehe Südtirol (Pampeago/Latemar, Moena).
  • Die Idee den Flugplatz direkt mit der Autobahnausfahrt zu verbinden und als Park-and-Ride mit einer extra Bahnstation zu bedienen sollte trotzdem eingehend geprüft werden. Anderseits steht dies in Konkurrenz zum neuen Parkhaus und den vorbereiteten zusätzlichen Parkplätzen in Grindelwald. Die Unterführung bei Burglauenen müsste eigentlich sofort angegangen werden.


V-Projekt: das ist mein Vorschlag im Mitwirkungsverfahren.
Hier der Link zum V-Projekt-Dokument "Erläuterungsbericht Version 6-1"

der 50-seitige Mitwirkungsbericht

RTEK: Erstaunliche Planungsdokumente RTEK Oberland Ost:   [Gesamtsicht]
Ich habe mir erlaubt die Karten etwas zu separieren und zu kommentieren:
Gebiet First     Gebiet Kleine Scheidegg (V-Bahn)     Gebiet Mürren 
Sehr positiv ist die Berücksichtigung neuer Sportarten wie MTB und die breite Unterstützung des Gleitschirmsports.


V-Projekt - Dossier in der BZ / Berner Oberländer

  • Manfred Braun zum V-Projekt im Interview mit Berner Oberländer

  • das neuste Bahnprojekt im Firstgebiet vor. Eine neue Sesselbahn beim Hotel Lauberhorn soll die Grindel-Talpiste mit der Bodmi verbinden. Angesichts laufender Einsprachen gibt es noch keinen Zeitraum für die Betriebsaufnahme.





INNOVATIONEN JUNGFRAU-REGION





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Als Gleitschirmpilot bin ich Mitglied im renommierten Club Jungfrau-Tächi, was mir sehr viele neue und wertvolle Kontakte zu einheimischen Piloten ermöglicht. Vielleicht liegt es am Gleitschirmfliegen selber, dass ich diese Kolleginnen und Kollegen als total weltoffene, herzliche und ehrliche Leute erleben darf. Das Vorurteil, diese Bergler seien verschroben und introvertiert, stimmt überhaupt nicht. Genauso wie die Unterländer prüfen auch sie beim ersten Kontakt, mit wem sie es zu tun haben. Wegen dem für viele Unterländer speziell tönenden Dialekt wirkt dies manchmal etwas ungewohnt.

Das wirtschafliche Überleben als Topdestination kann nicht nur durch die Präsenz der stolzen Bergwelt garantiert werden. Der überlegte Umgang mit den Ressourcen soll im Einklang mit den Ansprüchen aller Touristen und aller Einheimischen einhergehen. Dies tönt einfach, ist aber in der Realität ein äusserst schwieriger Prozess. So vielfältig die Ansprüche der Touristen sind, so vielfältig sind die Ideen, diesen und den Einheimischen gerecht zu werden. Nicht alles ist gut und und was gut sein soll, wird in endlosen Kompromissen laufend ausgehandelt.

Oft diskutiere ich mit anderen Einheimischen, in Grindelwald arbeitenden Unterländern, Chaletbesitzern, Mitglieder von Grindelwald-Tourismus, Gewerbetreibenden und Touristen, was am aktuellen Angebot toll und weniger toll ist. In der Folge hat sich ein ganzer Katalog an Bedürfnissen und Ideen ergeben. Viele Themen sind seit Jahren bekannt und werden laufend umgesetzt. Natürlich geht dieser Prozess vielen viel zu langsam, aber es geht nun doch vorwärts, schneller als auch schon wie man in meiner Reportage laufender Bergbahn-Projekte sieht.

Ich möchte diese Plattform nutzen, hier einen Katalog von Massnahmen und Thesen vorzustellen. Selbstverständlich freue ich mich auf viel Feedback und noch mehr auf weitere Ideen, die Grindelwald helfen, sich weiter in Richtung "excellence" zu bewegen. Bewusst beziehe ich dabei den gesamten Mikrokosmos Jungfrau mit ein.

9 Thesen zur touristischen Entwicklung von Grindelwald

Viele der hier aufgeführten Ideen werden hoffentlich in den nächsten Monaten, Jahren oder zum Beispiel bis 2030 realisiert. Manche Ideen werden nur ungläubiges Kopfschütteln generieren. Vielleicht führen diese Denkansätze zu weiteren, viel tolleren Ideen oder es finden sich hoffentlich viele Leserinnen und Leser, denen die eine oder andere Idee auch schon jahrelang im Kopf herumgeistert. Wenn man "nur" das Wochenende in den Bergen verbringt, hat man unter der Woche einen gewissen Abstand zu dieser grossartigen Bergwelt, was andere Betrachtungen zulässt. 

Ein Feedback, neue Ideen oder einfach wer sich dazu äussern möchte, sei herzlich dazu einladen. Nun sind Sie an der Reihe:

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Zugriffsstatistik:
Spitzentag 22.04.2013:            3'117 Besucher
Spitzenmonat Januar 2012:    22'859 Besucher






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